Sonntag, 8. Mai 2011

Versicherungen – was passiert bei Arbeitslosigkeit

Der Verlust des Versicherungsschutzes im Fall der Arbeitslosigkeit ist eine Angst, die viele Betroffene beschäftigt. Teilweise jedoch grundlos. Denn im Fall der Arbeitslosigkeit werden zumindest die Beiträge für Kranken- und gesetzliche Rentenversicherung von der Agentur für Arbeit übernommen.

Zu beachten ist allerdings, dass beim Bezug von ALG für die Rentenansprüche nur 80 Prozent der bisherigen Beiträge zugrunde gelegt werden. Bei Hartz IV sinken die vom Amt überwiesen Beiträge noch einmal deutlich. Privatversicherte müssen zudem darauf achten, dass der Zuschuss sich im Wesentlichen an der gesetzlichen Krankenversicherung bzw. an der Beitragshöhe des Basistarifs (privat versicherte Hartz-IV-Empfänger) orientiert.

Private Versicherungen und Arbeitslosigkeit

Eine privat abgeschlossene Renten- und Lebensversicherung verdient während der Arbeitslosigkeit besondere Beachtung. Der laufende Beitrag sollte hier den aktuellen Einkommensverhältnissen angepasst, notfalls auch ruhend gestellt werden. Hartz-IV-Empfänger müssen insbesondere im Bereich der Lebensversicherung wichtige Punkte beachten.

Letztere gilt als Vermögen und muss oberhalb des Freibetrags (200 Euro pro Lebensjahr) unter Umständen verkauft werden. Einschränkungen gelten allerdings, wenn die Lebensversicherung erst mit dem Rentenalter ausgezahlt wird. Über einen Verwertbarkeitsausschluss lässt sich die Lebensversicherung so vor der Berechnung bei Hartz IV schützen.

Wer als Hartz-IV-Empfänger eine Riester- oder Rürup-Rente hält, muss sich diesbezüglich keine Sorgen machen, da beide Vorsorgemaßnahmen in diesem Zusammenhang nicht berücksichtigt werden.