Samstag, 31. Januar 2009

Die Bedarfsgemeinschaft bei Alg2/Hartz4

Im Arbeitslosengeld 2 (Alg2/Hartz4) ist immer wieder die Rede von der so genannten „Bedarfsgemeinschaft“. Aber worum genau handelt es sich hierbei? Wann kann man von einer Bedarfsgemeinschaft ausgehen, wann nicht?Wie so häufig im Sozialleistungsrecht (Sozialhilfe, Wohngeld) werden insbesondere Familien in Gemeinschaften zusammengefasst, eben die Bedarfsgemeinschaft.

Der Bedarf errechnet sich somit aus allen zur Bedarfsgemeinschaft zugehörigen Personen. Dem wiederum wird das Einkommen und Vermögen aller Personen der Bedarfsgemeinschaft gegenübergestellt. Hierdurch errechnet sich somit die Leistungshöhe (Alg2/Hartz4) einer Bedarfsgemeinschaft.

Doch wer zählt nun alles zur Bedarfsgemeinschaft nach dem SGB II (Alg2/Hartz4)?

- Der Arbeitssuchende selbst
- Die im Haushalt lebenden Partner (Ehegatte, eingetragener Lebenspartner)
- Kinder (sofern unter 25 Jahre alt)
- So genannte „eheähnliche“ Partnerschaften

Alle anderen Personen, die sich im Haushalt dauerhaft aufhalten (z.B. Geschwister des Arbeitssuchenden, Kinder über 25 etc.) gehören somit nicht zur Bedarfsgemeinschaft, sondern viel mehr zur Haushaltsgemeinschaft.

Bei Vorliegen einer Haushaltsgemeinschaft wird der Alg2-Bedarf nur aus dem Bedarf der Bedarfsgemeinschaft ermittelt.

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